Ägypten & Mesopotamien: Erste Hinweise auf Zahnbehandlungen, z. B. Bohrungen zur Behandlung von Karies, Zahnersatz mit Goldfäden.
Griechenland & Rom: Hippokrates und Galen schrieben über Zahnextraktionen und Zahnprobleme. Römische Ärzte verwendeten schon Zangen und Bohrer.
Indien & China: Ayurveda und traditionelle chinesische Medizin behandelten Zähne mit Kräutern, Mineralien und Akupunktur.
Mittelalter (ca. 500-1500)
Zahnmedizin war meist in den Händen von Barbierchirurgen, die auch Zähne zogen.
In Europa war das Wissen über Zahnheilkunde begrenzt und oft von Aberglauben geprägt.
Erste prothetische Zähne aus Knochen, Elfenbein oder Tierzähnen.
Frühe Neuzeit (ca. 1500-1800)
Zahnmedizin wurde zunehmend ein eigener Berufszweig.
Pierre Fauchard, französischer Chirurg (18. Jh.), gilt als Vater der modernen Zahnmedizin – sein Werk "Le Chirurgien Dentiste" (1728) beschrieb systematisch Zahnkrankheiten, Instrumente und Behandlungen.
Entwicklung erster Zahnfüllungen und Dentalbohrer.
Industrielle Revolution & 19. Jahrhundert
Einführung von Porzellanprothesen, später vulkanisiertem Gummi (Goodyear, 1839).
Entdeckung der Anästhesie (Lachgas, Äther, Chloroform) revolutionierte Zahnbehandlungen.
Gründung zahnmedizinischer Hochschulen (z. B. 1840: Baltimore College of Dental Surgery).
20. Jahrhundert - Technologisierung & Professionalisierung
Einführung von Röntgenstrahlen in der Zahnmedizin (ab 1895).
Entwicklung von elektrischen Bohrern, Füllmaterialien (Amalgam, später Komposite), Kunststoffzähnen.
Zunehmende Regulierung: Zahnärzte brauchten Lizenzen, es entstanden zahnärztliche Standesorganisationen.
Aufkommen der Kieferorthopädie und der Parodontologie als Spezialgebiete.